Sühnedenkmal

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Sühnedenkmal in Ustersbach feierlich geweiht

Das überregional bekannte Sühnedenkmal in Ustersbach wurde nach einer nötigen Restauration feierlich geweiht. Nur unweit des heutigen Standortes wurde am 19. November 1408 Ritter Burkhart von Schellenberg erschlagen und später das Sühnedenkmal errichtet. Der äußere Umbau des Denkmals wurde im Laufe der Jahrhunderte schon mehrfach erneuert und renoviert. Um ca.1700 wurde der Sühnestein in einem barocken mit Dreiecksgiebel versehenen Gebäude gefasst. Heute ziert das Sühnedenkmal eine eher filigrane Grundkonstruktion. Der eigentlich rotbraune Epitaph aus veronesem Marmor zeigt ein Kreuz, an dessen Seite je Maria und Johannes stehen; davor kniend Ritter Burkhart von Schellenberg mit entblößtem Haupt und Schwert. Der obere Teil wird durch ein gotisches Baldachin abgeschlossen. Die Inschrift lautet: “herr erbarm dich vber herrn burkhard von schellenberg einem ritter der hier erslagen wart am elsbethen tag anno domini MCCCCVIII.“


so sah das Denkmal früher aus: ca 1700 – 1962

Im vorrausgegangenen Gottesdienst ging Herr Pfarrer Jürgen Stahl auf das Thema „Sühne“ näher ein: So bezeichnet die Sühne den Akt, durch den ein schuldig gewordener Mensch versucht, diese Schuld durch eine Ausgleichsleistung aufzuheben oder zu mindern. Zwar kann geschehene Schuld nicht ungeschehen gemacht werden, jedoch kann durch den Akt der Sühne der schuldig Gewordene Einsicht bzw. Reue zeigen, indem er eine der Schuldtat entgegengesetzte Aktivität vollzieht.

Im Anschluss an den Gottesdienst fanden sich viele Ustersbacher Bürger am neu gestalteten Sühnedenkmal ein, um Zeitzeuge der feierlichen Weihe durch Herrn Pfarrer Stahl zu werden. Alle anwesenden Gäste wurden dann in das Pfarrheim zu einem Frühschoppen geladen. Herr Bürgermeister Dr. Max Stumböck hielt eine Rede, in der beteiligten Firmen und Landesämtern für die Mitwirkung an der Restauration gedankt wurde. In besonderer Weise wurden Herr Kornelius und Herr Alfons Kastner für Ihre großzügige Unterstützung an der Maßnahme geehrt. Herr Prof. Dr. Walter Pötzl berichtete im Anschluss über einige geschichtliche Hintergründe und den Sinn eines Sühnedenkmals.